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Modulares Filtersystem für Pharmaanlagen

Wir entwickelten ein wartungsoptimiertes Filtersystem für die Tablettenproduktion – mit Fokus auf Hygiene, intuitive Bedienung und flexible Integration.

Effiziente Filtration im Pharmaumfeld

Design für sichere Produktionsprozesse

Für Fette Compacting gestalteten wir ein Filtersystem zur Absaugung von Tablettenstaub in sensiblen Produktionsumgebungen. Ziel war es, Wartung, Bedienung und Integration grundlegend zu verbessern. Im Fokus standen hygienische Anforderungen und eine reduzierte Komplexität für Bediener*innen – bei gleichzeitig hoher technischer Leistungsfähigkeit und Anpassbarkeit an diverse Anlagenkonzepte.

Sensible Produktionsumgebungen

Hygienic Design konsequent umgesetzt

Wir gestalteten das Filtersystem so, dass Schmutzablagerungen minimiert und Reinigungsprozesse vereinfacht werden. Glatte Flächen, klare Geometrien und reduzierte Fugen unterstützen eine sichere Reinigung. Ebenso berücksichtigten wir die Anforderungen pharmazeutischer Produktionsstandards, um Kontaminationsrisiken zu reduzieren und eine zuverlässige Nutzung im täglichen Betrieb zu gewährleisten.

Zugänglichkeit für Serviceprozesse

Frontale Wartung

Für das Filtersystem entwickelten wir ein Konzept, das sämtliche Wartungsarbeiten von der Vorderseite aus ermöglicht. Dadurch entfallen aufwendige Zugriffe von mehreren Seiten. Groß dimensionierte Öffnungen und durchdachte Bauteilanordnung erleichtern Filterwechsel und Inspektionen erheblich. Das reduziert Stillstandzeiten und verbessert die Servicefreundlichkeit im laufenden Betrieb deutlich.

Reduktion von Komplexität in der Nutzung

Intuitive Steuerung der Anlage

Die Bedienung haben wir gezielt vereinfacht, um Fehlerquellen zu minimieren und Schulungsaufwand zu reduzieren. Wir entwickelten eine klare Interface-Struktur mit verständlichen Piktogrammen und logisch aufgebauten Funktionen. So können Bediener*innen unabhängig von Sprache oder Erfahrungsstand schnell erfassen, welche Aktionen erforderlich sind und welche nicht.

Flexible Integration in Produktionsumgebungen

Anpassbar an verschiedene Layouts

Das System wurde so konzipiert, dass es sich in unterschiedliche Anlagenstrukturen integrieren lässt. Durch die modulare Erweiterbarkeit können einzelne Einheiten kombiniert und an räumliche Gegebenheiten angepasst werden. Dadurch entsteht eine hohe Flexibilität bei Planung und Ausbau von Produktionslinien, ohne bestehende Abläufe zu beeinträchtigen.

Ganzheitlicher Design- und Entwicklungsprozess

Von Analyse bis zur umsetzbaren Lösung

Wir begleiteten das Projekt von der Analyse bestehender Systeme über die Entwicklung eines neuen Nutzungskonzepts bis hin zur gestalterischen und konstruktiven Ausarbeitung. Im Fokus stand ein nutzerzentrierter Ansatz, bei dem Wartung, Bedienung und Arbeitsabläufe systematisch untersucht wurden. Darauf aufbauend entwickelten wir ein modulares Produktkonzept, das funktionale Anforderungen und klare Gestaltung miteinander verbindet.

Parallel gestalteten wir das Interface als integralen Bestandteil des Produkts, sodass physische und digitale Interaktion nahtlos ineinandergreifen. Durch enge Abstimmung mit Konstruktion und Engineering stellten wir sicher, dass alle Designentscheidungen technisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sind. So entstand ein konsistentes Gesamtsystem, das sowohl funktional als auch in seiner Erscheinung überzeugt.

Einblicke in Gestaltung und Umsetzung

Designentscheidungen im Detail erleben

Das Filtersystem Cephir zeigt, wie sich technische Anforderungen, Nutzerbedürfnisse und klare Gestaltung zu einem durchgängigen Produktkonzept verbinden lassen. Die folgenden Einblicke verdeutlichen unseren Designprozess – von ersten Konzeptideen über die Ausarbeitung funktionaler Details bis hin zur finalen Umsetzung im industriellen Kontext.

Durchdachte Funktionen im Detail

Designlösungen für Effizienz und Bedienbarkeit

Modulares System

Flexible Erweiterung durch kombinierbare Einheiten für unterschiedliche Produktionsanforderungen und Systemlösungen im industriellen Einsatz.

Frontzugänglichkeit

Alle Serviceprozesse sind von einer Seite aus erreichbar und vereinfacht, wodurch Wartungszeiten reduziert und Abläufe effizienter gestaltet werden.

Zentrale Anzeigen

Relevante Informationen sind gebündelt und übersichtlich auf der Vorderseite positioniert, sodass Bediener*innen Zustände schnell erfassen können.

Großer Türöffnungswinkel

Der Zugang durch weit öffnende Türen ermöglicht einfachen Zugriff auf Innenbereiche und erleichtert Wartung sowie Reinigung im täglichen Betrieb.

Piktogramm-Interface

Die klare visuelle Sprache unterstützt eine schnelle Orientierung, reduziert Fehler und ermöglicht eine sichere Bedienung ohne lange Einarbeitung.

Klare Formensprache

Eine reduzierte Gestaltung verbessert die Ergonomie, unterstützt die hygienische Reinigung und stärkt die Wiedererkennbarkeit im industriellen Umfeld.

Was Entscheider*innen wirklich wissen wollen

Häufige Fragen zum Filtersystem

Bei der Entwicklung technischer Anlagen stehen Verantwortliche vor komplexen Entscheidungen: Wie lassen sich Wartungskosten reduzieren? Wie wird Bedienung intuitiver? Und wie kann Design zur Effizienz beitragen? Die folgenden Fragen greifen zentrale Aspekte des Projekts auf und zeigen, welchen Beitrag nutzerzentriertes Industriedesign zur Optimierung von Anlagen leisten kann.

Tino Kalettka

Inhaber / Industrial Designer (MA)

Hans Simoleit

Berater / Dipl. Industriedesigner

Welche Designziele verfolgten wir bei Cephir?

Das technisch komplexe Filtersystem sollte so gestaltet werden, dass es im täglichen Betrieb effizient, sicher und verständlich nutzbar ist. Wir wollten deshalb den Wartungsaufwand reduzieren, die Bedienprozesse vereinfachen und gleichzeitig höchste hygienische Anforderungen erfüllen. Weiterhin sollte das System flexibel in unterschiedliche Produktionsumgebungen integrierbar sein. Für dieses Projekt galt es, mittels Gestaltung und strukturierter Benutzerführung die Fehleranfälligkeit zu minimieren. Das Design wurde dabei gezielt als Werkzeug eingesetzt, um Funktionalität sichtbar zu machen, Prozesse zu optimieren und die Gesamtleistung der Anlage nachhaltig zu verbessern.

Welche Vorteile bietet das modulare Systemkonzept?

Das modulare System ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Produktionslayouts und Kapazitätsanforderungen. Einzelne Module können kombiniert, erweitert oder angepasst werden, ohne das Gesamtsystem neu zu entwickeln. Dadurch lassen sich Investitionen besser skalieren und bestehende Anlagen effizient erweitern. Zusätzlich vereinfacht die Modularität die Wartung und ebenso den Austausch einzelner Komponenten. Für Betreiber*innen ergeben sich dadurch nicht nur eine höhere Planungssicherheit, sondern auch geringere Stillstandzeiten und eine langfristig wirtschaftlichere Nutzung. Aus Designperspektive schafft das System eine klare Struktur, die sowohl funktional als auch visuell Ordnung und Orientierung innerhalb komplexer Anlagen unterstützt.

Wie gestalteten wir den Zugang für Bediener*innen?

Wir haben den Zugang aus Sicht der Nutzung gestaltet und alle wichtigen Wartungsbereiche nach vorne verlegt. Dadurch können Bediener*innen alle zentralen Eingriffe ohne Umpositionierung oder zusätzlichen Platzbedarf durchführen. Ergänzend dazu haben wir große Türöffnungen mit entsprechendem Schwenkradius entwickelt, um einen möglichst freien Zugang zu gewährleisten. Die Anordnung der Komponenten im Innenraum wurde so optimiert, dass Wartungsschritte logisch und ohne unnötige Handgriffe erfolgen können. Das Ergebnis ist ein deutlich vereinfachter Serviceprozess, der Zeit spart, Fehler reduziert und die Arbeitssicherheit erhöht.

Welche Überlegungen stecken hinter dem Interface?

Das Interface wurde mit dem Ziel entwickelt, komplexe technische Abläufe schnell erfassbar zu machen. Statt textlastiger Bedienoberflächen setzten wir auf eine klare visuelle Struktur und verständliche Piktogramme. Dadurch wird die Bedienung unabhängig von Sprache und Erfahrungsniveau möglich. Funktionen sind logisch gruppiert und orientieren sich an realen Nutzungsszenarien. Wir haben bewusst reduziert, um nur die wirklich relevanten Informationen darzustellen. Das verbessert die Übersicht und unterstützt schnelle Entscheidungen im Betrieb. Gleichzeitig trägt das Interface dazu bei, Fehlbedienungen zu vermeiden und die Effizienz im täglichen Umgang mit der Anlage zu steigern.

Wie verbesserten wir Hygiene und Reinigung?

Das Design haben wir konsequent auf einfache und sichere Reinigung ausgelegt. Glatte, geschlossene Flächen reduzieren Ablagerungen und erleichtern das Abwischen. Fugen, Kanten und schwer zugängliche Bereiche wurden minimiert oder konstruktiv optimiert. Gleichzeitig wurde die Zugänglichkeit so gestaltet, dass alle relevanten Bereiche schnell erreicht werden können. Materialien und Geometrien wurden unter dem Aspekt der Reinigbarkeit ausgewählt und abgestimmt. Dadurch lässt sich das System effizient in bestehende Hygienekonzepte integrieren. Das Ergebnis ist eine Lösung, die sowohl den hohen Anforderungen der Pharmaindustrie entspricht als auch den Reinigungsaufwand im Alltag reduziert.

Welche Rolle spielte Ergonomie im Designprozess?

Ergonomie war ein zentraler Bestandteil unserer Gestaltung. Wir haben Arbeitsabläufe analysiert und darauf basierend Positionen, Zugänge und Bedienpunkte optimiert. Die körperliche Belastung sollte reduziert werden, und eine intuitive Interaktion stand im Fokus der Planung. Wir haben Höhen, Reichweiten und Bewegungsabläufe so gestaltet, dass Bedienung und Wartung einfach, effizient und sicher ablaufen. Auch die visuelle Gestaltung unterstützt die Orientierung und trägt zur schnellen Erfassung von Funktionen bei. Durch diese ganzheitliche Betrachtung entsteht ein System, das nicht nur technisch funktioniert, sondern sich auch im täglichen Einsatz bewährt.

Wie haben wir Funktionen visuell verständlich gemacht?

Wir haben eine klare und reduzierte Formensprache entwickelt, die Funktionen sichtbar strukturiert. Bedienelemente, Zugänge und Wartungsbereiche sind eindeutig erkennbar und logisch angeordnet. Ergänzend dazu sorgt das Interface mit Piktogrammen für eine schnelle visuelle Zuordnung von Funktionen. Kontraste, Flächen und Proportionen wurden gezielt eingesetzt, um Wichtiges hervorzuheben und Orientierung zu schaffen. Dadurch entsteht ein System, das sich ohne lange Einarbeitung erschließt. Das Ergebnis sind eine einfachere Bedienung, weniger Fehler im Betrieb und eine höhere Akzeptanz bei den Anwender*innen im Alltag.

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