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HybrEx Strangpresse neu gedacht

Ein Industriedesign, das Effizienz, Sicherheit und Markenidentität vereint – entwickelt für eine neue Generation hybrider Strangpressen.

Ausgangssituation & Herausforderung

Technologie sichtbar und nutzbar machen

Die Weiterentwicklung der HybrEx Strangpresse brachte neue technische Möglichkeiten mit sich, insbesondere durch den Hybridantrieb. Unsere Aufgabe war es, diese Innovationen gestalterisch zu übersetzen. Gleichzeitig sollte die Anlage ohne klassische Schutzzäune auskommen, akustisch optimiert werden und eine klare Orientierung ermöglichen – mit einer Gestaltung, die Sicherheit intuitiv integriert.

Gestaltung zur Vermittlung technischer Effizienz

Effizienz wird sichtbar

Die hybride Antriebstechnologie reduziert Energieverbrauch und Prozesszeiten. Um diese Vorteile auch visuell zu transportieren, entwickelten wir eine Formensprache, die Präzision und Leistungsfluss betont. Klare Linien, reduzierte Flächen und gezielte Akzentuierungen vermitteln technische Kontrolle und Effizienz, ohne auf erklärende Elemente angewiesen zu sein. 

Strukturierung komplexer Maschinenabläufe

Klare Orientierung

Die Anlage wurde so gestaltet, dass ihre Funktionsbereiche unmittelbar erkennbar sind. Materialzufuhr, Bearbeitung und Ausstoß sind räumlich und visuell klar voneinander abgegrenzt. Farblich differenzierte Bereiche markieren Zugänge und Interaktionspunkte. Diese Gliederung ermöglicht es Bediener*innen, Abläufe schneller zu erfassen, und reduziert Fehlerquellen im Arbeitsprozess deutlich.

Flexible Gestaltung für variable Anlagenkonzepte

Modularität im Design

Die Verkleidung wurde als modulares System entwickelt, das unterschiedliche Maschinengrößen und Konfigurationen aufnehmen kann. Durch eine klare Trennung von Pressenverkleidung und Nebenaggregaten bleibt das Design skalierbar. Gleichzeitig sorgt die konsistente Gestaltung der Elemente dafür, dass unabhängig von der Ausführung ein einheitliches Erscheinungsbild erhalten bleibt.

Nebenaggregate im Gesamtdesign

Anlage als Einheit

Die Nebenaggregate wurden formal so reduziert, dass sie sich visuell unterordnen und die Hauptmaschine klar im Fokus bleibt. Durch ruhige Flächen, reduzierte Geometrien und gezielte Segmentierung entstehen klare Volumen, die die Gesamtanlage zusammenführen. Diese Integration verhindert visuelle Brüche, schafft eine durchgängige Formensprache und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.

Gestaltungssystem & Nutzerführung

Design als Schnittstelle 

Im Zentrum der Gestaltung stand die Entwicklung einer konsistenten Gestaltung, die Funktionalität, Schutz und Nutzung zusammenführt. Die facettierte Formensprache der Presse wurde gezielt weitergeführt und dient als visuelles Leitsystem innerhalb der Anlage. Linienführung und Flächenaufteilung orientieren sich am inneren Aufbau und machen technische Abläufe von außen nachvollziehbar.

Die Einhausung ersetzt klassische Schutzbarrieren und schafft gleichzeitig eine kontrollierte Arbeitsumgebung. Öffnungen, Türen und Wartungselemente sind so integriert, dass sie intuitiv auffindbar und ergonomisch nutzbar sind. Großzügige Schiebetüren ermöglichen den direkten Zugang bei Wartungsarbeiten, ohne den Arbeitsfluss zu behindern. Zusätzlich wurde die Verkleidung funktional erweitert: Ein doppelwandiger Aufbau unterstützt die Luftzirkulation und trägt zur thermischen Stabilität der Anlage bei. Die Gestaltung erfüllt damit nicht nur ästhetische Anforderungen, sondern übernimmt aktiv technische Funktionen im Betrieb.

Einblicke in den Designprozess

Von der Analyse zur finalen Umsetzung

Das Projekt zeigt den gesamten Entwicklungsprozess – von der Analyse der technischen Anforderungen über erste Konzeptansätze bis hin zur finalen Umsetzung in Konstruktion und Fertigung. Die Gestaltung wurde iterativ entwickelt und eng mit den technischen Disziplinen abgestimmt, um Funktion und Design nahtlos zu verbinden.

Ergebnisse & Mehrwert des Designs

Funktionale Vorteile der HybrEx Gestaltung

Bedienersicherheit

Die geschlossene Einhausung schützt Bediener*innen der Anlage und ersetzt externe Schutzsysteme durch integrierte Lösungen.

Industrielle Usability

Die klare Struktur erleichtert das Verständnis komplexer Abläufe und unterstützt schnelle, sichere Interaktionen im Arbeitsalltag.

Wartungszugänglichkeit

Zugänge sind logisch positioniert und großzügig dimensioniert, wodurch Wartungsarbeiten ohne Umwege möglich sind.

Markenprägendes Design

Die charakteristische Formensprache stärkt die visuelle Identität und macht die Anlage eindeutig der Marke zuordenbar.

Effizienz visuell erlebbar

Die Gestaltung transportiert technische Leistungsfähigkeit ohne zusätzliche Erklärung und macht Effizienz direkt sichtbar.

Skalierbare Plattform

Das Design lässt sich auf verschiedene Maschinengrößen übertragen und bleibt dabei konsistent und wiedererkennbar.

Fragen zum Projekt

Antworten zur Gestaltung der HybrEx Anlage

Die Entwicklung der HybrEx Strangpresse vereint technische Innovation mit einem durchdachten Gestaltungssystem. Im Folgenden beantworten wir zentrale Fragen zu Designentscheidungen, funktionalen Lösungen und den Anforderungen, die dieses Projekt geprägt haben. Die FAQs geben einen vertieften Einblick in unsere Herangehensweise und die konkrete Umsetzung im Detail.

Tino Kalettka

Inhaber / Industrial Designer (MA)

Hans Simoleit

Berater / Dipl. Industriedesigner

Wie verbessert das Design die Bedienersicherheit?

Sicherheitsfunktionen wurden direkt in die Maschinenarchitektur integriert, anstatt sie nachträglich hinzuzufügen. Kritische Bereiche sind baulich gekapselt und klar voneinander getrennt. Gleichzeitig werden potenzielle Gefahrenstellen durch Gestaltung, Struktur und Positionierung eindeutig lesbar, sodass Bediener Risiken frühzeitig erkennen und vermeiden können.

Wie unterstützt das Design die Maschinenorientierung?

Die Anlage ist so aufgebaut, dass ihre Abläufe räumlich nachvollziehbar sind. Ein- und Ausgabepunkte, Bearbeitungszonen sowie Interaktionsbereiche sind klar voneinander abgegrenzt. Ergänzend sorgen differenzierte Flächen und Farbmarkierungen dafür, dass Nutzer Funktionen intuitiv zuordnen können, ohne sich durch technische Details arbeiten zu müssen.

Welche Rolle spielt die Energieeffizienz im Design?

Die kompakte Anordnung der Komponenten spiegelt die optimierten technischen Abläufe wider. Kurze Verbindungen zwischen den Systemen und eine reduzierte Gesamtstruktur werden bewusst sichtbar gemacht. Dadurch wird nicht nur Energie eingespart, sondern auch der Anspruch an Effizienz gestalterisch nachvollziehbar kommuniziert.

Wie wurden Nebenaggregate gestalterisch integriert?

Die Nebenaggregate wurden in ihrer Formensprache bewusst zurückgenommen und in eine klare Gesamtstruktur eingebunden. Durch eine reduzierte Gestaltung und gezielte Positionierung entstehen ruhige Volumen, die die Anlage optisch zusammenhalten. So bleibt die Hauptfunktion im Vordergrund, ohne dass die technischen Ergänzungen dominant wirken.

Wie wurde die Wartungszugänglichkeit gelöst?

Servicebereiche wurden früh in der Gestaltung mitgedacht und entsprechend positioniert. Wartungspunkte sind von außen direkt erreichbar und logisch angeordnet. Großzügige Öffnungen und klar definierte Zugänge ermöglichen schnelle Eingriffe, ohne angrenzende Bereiche zu beeinträchtigen oder komplexe Demontagen durchführen zu müssen.

Welche Designmerkmale stärken die Markenidentität?

Die Anlage erhielt eine eigenständige Formensprache mit klaren Kanten, definierten Flächen und wiederkehrenden Gestaltungsprinzipien. Diese Elemente schaffen ein konsistentes Erscheinungsbild, das sich deutlich von anderen Maschinen abhebt und langfristig als visuelles Erkennungsmerkmal der Marke etabliert werden kann.

Wie unterstützt das Design die Anlagenkompaktheit?

Die gesamte Struktur folgt einer linearen, eng geführten Anordnung der Komponenten. Funktionen sind so organisiert, dass unnötige Wege und Zwischenräume entfallen. Das führt zu einer platzsparenden Gesamtanlage, bei der technische Effizienz und räumliche Verdichtung auch äußerlich klar ablesbar sind.

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