Skip to content

Hygienic Design für
Maschinen und Anlagen

Hygienic Design nach Vorschrift: durchdachte Lösungen für sichere Prozesse, schnelle Reinigung und höchste Ansprüche in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Wenn Hygiene zur Designaufgabe wird

Hygienegerechte Gestaltung mit Köpfchen

Hygienic Design beschreibt die gestalterische und konstruktive Auslegung von Maschinen, Anlagen und Komponenten für sensible Einsatzbereiche. Im Fokus stehen dabei Produkte, die so aufgebaut sind, dass Hygieneanforderungen von Anfang an mitgedacht werden. Besonders in der Lebensmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie bildet Hygienic Design die Grundlage für sichere Prozesse, nachvollziehbare Abläufe und eine zuverlässige Nutzung im industriellen Umfeld.

Wir begleiten Unternehmen bei der Entwicklung und Gestaltung hygienegerechter Produkte – von der konzeptionellen Ausrichtung bis zur konkreten Umsetzung im Design. Dabei betrachten wir Hygiene nicht isoliert, sondern als festen Bestandteil einer funktionalen und durchdachten Produktgestaltung.

Drei Gestaltungsprinzipien für maximale Produktsicherheit

Hygienic Design ist mehr als Normerfüllung – es ist ein ganzheitlicher Gestaltungsansatz. Durch das Zusammenspiel von Material, Konstruktion und Prozessintegration entstehen Anlagen, die sich effizient reinigen lassen, Risiken minimieren und dauerhaft sichere Produktionsbedingungen gewährleisten.

Sicherheit, Effizienz und Vertrauen

Hygienic Design schafft echte Wettbewerbsvorteile

Ob eine Maschine im Alltag wirtschaftlich und sicher betrieben werden kann, zeigt sich vorrangig bei Reinigung und Wartung. Hygienic Design ist dabei immer auch eine Frage der Nutzererfahrung (UX): Wie intuitiv ist das Handling? Wie schnell sind relevante Bereiche erreichbar? Und wie zuverlässig lassen sich Reinigungsschritte durchführen? Probleme entstehen meist durch schwer zugängliche Konstruktionen, ungünstige Übergänge oder Bauteile, an denen Rückstände haften bleiben.

Genau hier setzt Hygienic Design an: Maschinen, Anlagen und Komponenten werden so gestaltet, dass Reinigung und Service einfacher, schneller und sicherer werden – durch klare Flächen, sinnvolle Zugänge und praxisgerechte Lösungen.

  • Weniger Stillstand durch schnellere Reinigung
  • Reduzierte Kontaminationsrisiken im Prozess
  • Bessere Zugänglichkeit für Wartung und Service
  • Weniger Schmutznester durch klare Konstruktion
  • Design stärkt Qualität, Marke und Wiedererkennung

Vom Ideal zur machbaren Lösung

Best Practice: Hygienic Design in der Realität

Hygienic Design beschreibt das Ziel, Maschinen und Komponenten so zu gestalten, dass sie leicht zu reinigen sind und das Risiko von Kontaminationen minimieren. In der Praxis bedeutet das, gesetzliche Vorgaben und Normen in konkrete Produkte zu übersetzen. Konstruktionen setzen deshalb auf glatte Oberflächen, verrundete Kanten und möglichst wenige Spalten oder schwer zugängliche Bereiche.

Bauteile wie flächenbündige, einstellbare Scharniere unterstützen diese Anforderungen, da sie ohne hervorstehende Elemente auskommen und sich einfacher reinigen lassen. Auch Materialien wie Edelstahl sowie durchdachte Einhausungen und Zugänglichkeiten tragen dazu bei, dass Anlagen hygienisch betrieben und Wartungs- oder Reinigungszeiten reduziert werden können.

Designkompetenz für komplexe Technik

Weitere Leistungen, die Ihre Produkte stärken

Technische Produkte werden immer komplexer – und müssen trotzdem einfach bedienbar, wartbar und verständlich bleiben. Neben Hygienic Design unterstützen wir Sie dabei, Oberflächen, Bedienkonzepte und Prototypen so zu gestalten, dass Technik sinnvoll nutzbar wird. Unsere weiteren Designleistungen helfen, Abläufe zu verbessern, Entscheidungen abzusichern und Produkte frühzeitig erlebbar zu machen.

Oberflächentechnik
Hygienic Design - Oberflächentechnik
Mensch Maschine Schnittstelle
hygienic-design-a2
Gestensteuerung
hygienic-design-a3
Datenbrille
hygienic-design-a4
Rapid Prototyping
hygienic-design-a5

Antworten auf Ihre Fragen

Häufig gestellte Fragen

Komplexe Projekte werfen oft ähnliche Fragen auf. In unseren FAQ greifen wir die wichtigsten Punkte auf und beantworten sie kompakt und verständlich. Sie erhalten einen Überblick über unsere Herangehensweise, typische Herausforderungen und mögliche Lösungen. Sollten darüber hinaus Fragen offenbleiben, sprechen Sie uns gerne direkt an.

Tino Kalettka

Inhaber / Industrial Designer (MA)

Hans Simoleit

Berater / Dipl. Industriedesigner

Was ist Hygienic Design und warum ist es wichtig?

Zahlreiche Unternehmen in Deutschland sind rechtlich dazu verpflichtet, eine hygienische Gestaltung der genutzten Maschinen, Anlagen und Komponenten sicherzustellen. Besonders Betriebe im Lebensmittel- und Pharmabereich unterliegen dabei sehr strengen Vorschriften. Mit einem hygienischen Design stellen Hersteller*innen sicher, dass ihre Produkte im Tagesgeschäft bedenkenlos eingesetzt werden können. Dabei achten sie insbesondere darauf, das Risiko einer bakteriellen Kontamination möglichst gering zu halten.

Dieses Ziel wird unter anderem durch eine spezielle Bauweise sowie durch die Verwendung geeigneter Materialien erreicht. In der Praxis kommen deshalb häufig schräge Flächen zum Einsatz, die aus Edelstahl oder Makrolon bestehen. Zusätzlich erhöhen Edelstähle aufgrund ihrer mikrobiologischen Eigenschaften die Sicherheit der Systeme. Auch blaue Kunststoffe werden häufig eingesetzt, da sie aufgrund ihrer Farbe besonders gut detektierbar sind und somit zur Sicherheit beitragen. Für Käufer*innen solcher Industriegeräte spielen deshalb sowohl die Konstruktion als auch eine möglichst einfache Reinigung eine entscheidende Rolle.

Was bedeutet Line Clearance?

Bei einem Produktwechsel an einem Arbeitsplatz bzw. einer Maschine ist eine so genannte Line Clearance erforderlich. Das heißt, eine Anlage muss intensiv gereinigt und bis in die letzte Ecke überprüft werden, um eine Verwischung von Produkten verschiedener Chargen zu verhindern. Das ist zeitlich sehr aufwändig und bedingt einen Stillstand der Anlage. Deshalb berücksichtigen wir von Simoleit Design diesen Aspekt des Hygienic Design schon frühzeitig in der Gestaltung, um Maintenance Zeiten für die Line Clearance zu verkürzen und eine Reinigung zu vereinfachen.

Welche grundlegenden Prinzipien verfolgt das Hygienic Design?

Die Grundprinzipien der hygienischen Arbeitsplatzgestaltung sollen einen besseren Umweltschutz, Hygienestandard und eine höhere Arbeitssicherheit gewährleisten. Dabei unterstützt das System die allgemeine Organisation des Arbeitsalltags und trägt dazu bei, dass die Mitarbeiter*innen effiziente Gewohnheiten entwickeln. Im ersten Schritt werden deshalb alle Elemente in der Arbeitsumgebung in mehrere Kategorien eingeteilt sowie sortiert. Dadurch können alle Artikel vom Arbeitsplatz entfernt werden, die negative Auswirkungen auf die vorliegende Hygiene haben können.

Anschließend werden alle erforderlichen Gegenstände an einem zweckmäßigen Platz angeordnet. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da er die Effizienz der Mitarbeiter*innen deutlich erhöht. Außerdem stellt er sicher, dass die für die Arbeit erforderlichen Objekte nur so oft wie nötig berührt werden müssen. Auf diese Weise senkt sich das Kontaminationsrisiko erheblich.

Wie relevant sind Sauberkeit und Reinigung im Hygienic Design?

Sauberkeit spielt im Hygienic Design eine zentrale Rolle. Sämtliche Flächen in der Arbeitsumgebung müssen regelmäßig gereinigt und von gefährlichen Krankheitserregern befreit werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich Keime und Bakterien nicht vermehren oder ausbreiten können. Damit dies in der Praxis möglich ist, muss bereits bei der Konstruktion und beim Design darauf geachtet werden, sogenannte Dreckecken zu vermeiden. Glatt gestaltete Oberflächen und gut zugängliche Bereiche erleichtern die Reinigung erheblich und tragen entscheidend zu einem hohen Hygieneniveau bei.

Eine umfassende Standardisierung sorgt zudem dafür, dass alle notwendigen Maßnahmen einheitlich umgesetzt werden können. Aus diesem Grund müssen feste Reinigungspläne für Maschinen und Anlagen erstellt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jede Konstruktion abhängig von den verwendeten Materialien individuellen Reinigungsanforderungen unterliegen kann – insbesondere im Bereich der Pharmazie.

Zusätzlich sind Schulungen und klare Anweisungen für Mitarbeiter*innen ein zentraler Bestandteil der Umsetzung hygienischer Anforderungen. Nur wenn alle Angestellten die geltenden Vorschriften kennen und diese im Arbeitsalltag konsequent anwenden, können die gesetzlichen Vorgaben tatsächlich eingehalten werden.

Gibt es gesetzliche Vorschriften für Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion?

Ja. Die Anforderungen an eine hygienische Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Arbeitsplätzen werden durch mehrere europäische Gesetze und Verordnungen definiert. Besonders Unternehmen, die Lebensmittel produzieren oder verarbeiten, müssen strenge Hygienevorschriften einhalten.

Hygieneanforderungen an Maschinen und Anlagen

Für Lebensmittelbetriebe ist speziell die EG-Verordnung 852/2004 (Anhang II, Kapitel V) maßgeblich. Sie schreibt vor, dass alle Objekte, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, so entwickelt und konstruiert sein müssen, dass das Risiko einer mikrobiellen Kontamination möglichst gering ist. Dazu gehört primär:

  • eine leichte und gründliche Reinigung,
  • das Vermeiden von Verschmutzungen,
  • sowie das Verhindern schwer zugänglicher Stellen, in denen sich Rückstände oder Mikroorganismen ansammeln können.

Sicherheit von Materialien mit Lebensmittelkontakt

Weiterhin legt die EG-Verordnung 1935/2004 fest, dass alle Materialien und Gegenstände mit direktem Lebensmittelkontakt inert sein müssen. Das bedeutet, dass sie keine Stoffe an die verarbeiteten Produkte abgeben dürfen, die deren Zusammensetzung verändern oder die Sicherheit der Lebensmittel beeinträchtigen könnten. Ziel dieser Regelung ist eine möglichst hohe Produktsicherheit.

Welche Normen und Materialrichtlinien gelten zusätzlich?

Neben den grundlegenden Hygienevorschriften gelten weitere Richtlinien und Normen, die Materialien, Konstruktion und Lebensmittelsicherheit entlang der gesamten Produktionskette regeln.

Zulässige Materialien für Kunststoffkomponenten

Die Kunststoffrichtlinie EG 2002/72 sowie deren laufende Ergänzungen enthalten eine Positivliste von Monomeren und Ausgangsstoffen, aus denen Materialien für Gegenstände in der Lebensmittelverarbeitung hergestellt werden dürfen. Dadurch wird sichergestellt, dass ausschließlich geprüfte und zugelassene Stoffe im Produktionsumfeld eingesetzt werden.

Anforderungen an Maschinen und Produktionsprozesse

Darüber hinaus unterliegt Hygienic Design auch der Basisverordnung EG 178/2002, die zentrale Grundsätze der Lebensmittelsicherheit festlegt und von der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) aufgegriffen wurde. Gemeinsam mit der DIN EN 1672-2 regelt sie die genaue Beschaffenheit und Zusammensetzung von Maschinen und Anlagen für die Lebensmittelproduktion. Dabei ist besonders wichtig, dass:

  • Flüssigkeiten aus Lebensmitteln und Reinigungsmitteln ungehindert abfließen können,
  • und die Produktionskette nicht mit Hilfs- oder Betriebsmitteln in Berührung kommt.

Welche Best Practices haben sich etabliert?

Aufgrund der umfangreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich in der Praxis verschiedene Best Practices entwickelt. Das theoretisch sauberste Design wäre ein verrundeter Kasten mit vollständig glatten Flächen, an denen nichts haften bleibt. In der Realität enthalten Maschinen jedoch zahlreiche Konstruktionsteile, bewegliche Elemente, Schmierstellen sowie Material- und Energieleitungen. Außerdem wäre ein solch einfaches Design häufig wenig aussagekräftig und nicht passend zur Funktion der Maschine.

Deshalb besteht die Herausforderung darin, ein möglichst optimales Design zu entwickeln. Im Inneren der Maschine gehören dazu konstruktive Gestaltungsprinzipien wie:

  • glatte Flächen
  • leicht zu reinigende Oberflächen
  • Verrundungen zur Vermeidung von Dreckecken
  • hochwertige Dichtungen
  • sowie Abdeckungen für Leitungen und Antriebstechnik.

Ansonsten spielen auch das Äußere, vor allem das formal-ästhetische Design eine wichtige Rolle. Einhausungen sollten möglichst glatte Flächen besitzen. Eine durchdachte Form kann ebenso die Anzahl der Verschraubungen und Durchbrüche reduzieren. Eine gut geplante Türöffnung sorgt für bessere Zugänglichkeit und erleichtert die Reinigung. 

Wenn zum funktionalen Design zusätzlich eine emotionale Komponente hinzukommt, die bestimmte Assoziationen bei Kund*innen hervorruft, entsteht ein individuelles Design, das nach außen sichtbar ist und im Gedächtnis bleibt. Ein gutes funktionales Design nach den Vorgaben des Hygienic Design bietet dadurch einen echten Wettbewerbsvorteil: Kund*innen sparen Zeit und Kosten bei Reinigung und Produktwechsel. Gleichzeitig sorgt eine angenehme Nutzung der Maschinen dafür, dass sich dies positiv auf Marke und Image auswirkt.

Preheadline Lorem Ipsum

HL (H2) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

Body Short (115-145 Zeichen) Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore.

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse

HL (H3) Lorem Ipsum dolor sit amet conse