Blistermaschine für moderne Verpackungslinien
Wir transformieren eine bestehende Blistermaschine in ein nutzerzentriertes, markenstarkes und effizientes Gesamtsystem für die Pharmaindustrie.
Ausgangssituation & Herausforderung
Bestehende Technik, neue Anforderungen
Die BLICA 600 ist eine kombinierte Blistermaschine und Kartonierer im Monoblock-Konzept. Unsere Aufgabe bestand darin, die bestehende Konstruktion beizubehalten und gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild zu entwickeln. Die Anlage wirkte visuell unruhig, war ergonomisch eingeschränkt und erfüllte die steigenden Anforderungen an Hygiene, Markenwirkung und Bedienbarkeit nur unzureichend.
Durchgängige Linienführung
Ein System, eine Einheit
Wir haben die gesamte Maschine als zusammenhängendes System gedacht und gestaltet. Durch eine durchlaufende Kantung der Türen entsteht eine klare Linienführung, die den Monoblock-Charakter visuell stärkt. Einzelne Module treten in den Hintergrund, während die Anlage als funktionale Einheit wahrgenommen wird. Das Ergebnis ist eine reduzierte, ruhige Erscheinung mit klarer Struktur.
Gestalterische Klarheit
Form folgt Funktion
Statt aufgesetzter Elemente haben wir funktionale Details konsequent integriert. Türgriffe wurden in die Geometrie der Türen eingebettet, Befestigungen reduziert und Scheiben geklemmt statt verschraubt. Dadurch entstehen weniger sichtbare Einzelteile und eine deutlich ruhigere Gesamtwirkung. Gleichzeitig verbessert sich die Zugänglichkeit und der Einblick in die Maschine.
Reduktion von Schmutzfängern
Gestaltung für saubere Prozesse
Im pharmazeutischen Umfeld ist die Hygiene immer ein zentraler Faktor. Wir haben die Gestaltung so optimiert, dass sich Schmutzablagerungen minimieren und Flächen leicht reinigen lassen. Durch glatte Oberflächen, reduzierte Fugen und den Verzicht auf unnötige Bauteile entsteht ein hygienegerechtes Design, das funktionale Anforderungen und visuelle Klarheit vereint.
Optimierte Interaktion zwischen Mensch und Maschine
Bedienung neu gedacht
Wir haben die Bedienbarkeit gezielt verbessert, indem wir starre, fest integrierte Displays durch flexible Touchscreens auf beweglichen Armen ersetzt haben. Dadurch lässt sich die Maschine aus unterschiedlichen Positionen komfortabel steuern. Bediener*innen können direkt dort eingreifen, wo es erforderlich ist. Das reduziert Laufwege, beschleunigt Abläufe und minimiert körperliche Belastungen im Arbeitsalltag.
Ganzheitlicher Designansatz
UX, Technik und Marke zusammen gedacht
Unser Ansatz bestand darin, Design nicht isoliert zu betrachten, sondern als verbindendes Element zwischen Technik, Nutzung und Markenwirkung. In enger Zusammenarbeit mit Konstruktion und Engineering haben wir bestehende Strukturen analysiert und gezielt weiterentwickelt. Dabei haben wir sowohl ergonomische Anforderungen als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.
Durch die Verbindung von UX-orientierter Gestaltung und technischer Machbarkeit entstand ein System, das intuitiver bedienbar ist, effizienter im Betrieb funktioniert und gleichzeitig eine klare visuelle Identität vermittelt. Design wird so zum integralen Bestandteil der Produktentwicklung, trägt aktiv zur Wertsteigerung bei und es entstehen Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch im täglichen Einsatz spürbare Vorteile bieten. Gleichzeitig stärken wir die Position des Produkts als Teil einer konsistenten Markenstrategie.
Einblicke in den Designprozess
Von Analyse bis Umsetzung
Die folgenden Einblicke zeigen die Entwicklung der BLICA 600 von der Analyse bestehender Strukturen bis zur finalen Umsetzung. Sichtbar werden gestalterische Entscheidungen, konstruktive Anpassungen und Details, die zur Verbesserung von Bedienbarkeit, Hygiene und Markenwirkung beigetragen haben.
Mehr Leistung durch gezielte Gestaltung
Gutes Design als Erfolgsfaktor
Statuskommunikation
Maschinenzustände sind durch integrierte Leuchtelemente klar erkennbar und ermöglichen schnelle Reaktionen im Betrieb.
Markenwirkung
Grafikelemente und klare Formensprache stärken die Wiedererkennbarkeit und positionieren das Produkt im Markt.
Wirtschaftlichkeit
Optimierte Zugänglichkeit und reduzierte Komplexität führen zu kürzeren Wartungszeiten und effizienteren Abläufen.
Konstruktion
Das Design wurde eng mit der bestehenden Konstruktion abgestimmt und lässt sich ohne grundlegende Änderungen umsetzen.
Hygiene
Reduzierte Fugen und glatte Flächen verbessern die Reinigbarkeit und erfüllen hohe Anforderungen im Pharmaumfeld.
Modernes Design
Die Anlage vermittelt eine zeitgemäße, hochwertige Erscheinung und unterstützt die Positionierung als innovatives Produkt.
Häufige Fragen zum Projekt
Fragen zur Blistermaschine
Die Entwicklung der BLICA 600 zeigt, wie gezieltes Industriedesign bestehende Maschinen nachhaltig verbessern kann. Von der Integration funktionaler Details bis zur Stärkung der Markenwirkung entstehen Lösungen, die weit über die reine Gestaltung hinausgehen. Die folgenden Fragen geben weitere Einblicke in Herausforderungen, Lösungsansätze und Ergebnisse dieses Projekts.
Tino Kalettka
Inhaber / Industrial Designer (MA)
Hans Simoleit
Berater / Dipl. Industriedesigner
Was war die größte Designherausforderung?
Die größte Herausforderung lag darin, innerhalb klarer technischer Grenzen zu arbeiten. Die bestehende Konstruktion durfte nicht grundlegend verändert werden, gleichzeitig sollten deutliche Verbesserungen in Gestaltung, Bedienbarkeit und Wahrnehmung erreicht werden. Zudem mussten Robustheit und Flexibilität der Anlage erhalten bleiben, während wir gestalterisch eine klare, moderne Lösung entwickeln.
Warum war ein Redesign notwendig?
Die bestehende Gestaltung entsprach weder den steigenden Anforderungen der Pharmaindustrie noch den Erwartungen an moderne Maschinen. Neben funktionalen Aspekten wie Bedienbarkeit und Hygiene spielte auch die Marktwirkung eine zentrale Rolle. Design wird hier zum entscheidenden Faktor, um Produkte sichtbar zu differenzieren und als hochwertige Lösung zu positionieren.
Wie wurde der Monoblock-Charakter gestärkt?
Der Monoblock-Ansatz wurde durch eine konsequente Vereinheitlichung der Formensprache sichtbar gemacht. Die Türsysteme, Rahmenstrukturen und Schnittstellen zwischen den Maschinenbereichen wurden gestalterisch vereinheitlicht. So entsteht eine gut nachvollziehbare Einheit, die die funktionale Verbindung der Module auch visuell verständlich macht.
Wie haben wir die Bedienbarkeit verbessert?
Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wurde gezielt an reale Arbeitsprozesse angepasst. Bedienpunkte sind flexibler erreichbar und ermöglichen eine direkte Steuerung entlang des Produktionsablaufs – von der Zuführung der Tabletten über die Blisterformung und Versiegelung bis hin zur Übergabe in den Kartonierer. Dadurch werden Wege reduziert, Abläufe beschleunigt und die Fehleranfälligkeit im Betrieb gesenkt.
Welche Rolle spielte Hygienic Design?
Hygienic Design ist im pharmazeutischen Umfeld essenziell, da es direkten Einfluss auf Produktsicherheit und Qualität hat. Ziel war es, insbesondere Türinnenseiten, Rahmenstrukturen und Verbindungsbereiche so auszulegen, dass sie gut erreichbar sind und sich ohne Rückstände reinigen lassen. Gleichzeitig sorgt die reduzierte und klare Gestaltung dafür, dass die hohen Hygienestandards auch visuell nachvollziehbar werden.
Welche funktionalen Probleme wurden gelöst?
Wir haben zentrale Schwachstellen der bestehenden Anlage systematisch verbessert. Dazu gehörten eine unzureichende Sichtbarkeit des Maschinenstatus, komplexe und schwer zugängliche Bauteile sowie gestalterische Brüche. Durch integrierte Lösungen, bessere Sichtachsen und optimierte Zugänglichkeiten wird die Anlage im Betrieb deutlich transparenter und effizienter.
Welche Vorteile bringt das neue Design?
Das Design macht die Leistungsfähigkeit der Anlage sichtbar und verständlich. Die Maschine wirkt als geschlossenes, hochwertiges System, während Bedienung, Wartung und Statuserkennung im Alltag deutlich vereinfacht werden. Dadurch entsteht ein klarer Mehrwert – sowohl im laufenden Betrieb als auch in der Präsentation gegenüber Kund*innen.