Markenstarkes Design für industrielle Tubenfüller
Wir gestalteten den Tubenfüller FP 18-1 für IWK als funktionale, hygienische und markenprägende Anlage für Pharma- und Lebensmittelprozesse.
Projektkontext & Herausforderung
Industriedesign für sensible Umgebungen
Für IWK entwickelten wir das Design des Tubenfüllers FP 18-1 für Anwendungen in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Ziel war es, eine technisch komplexe Anlage so zu gestalten, dass sie sowohl regulatorischen Anforderungen als auch dem steigenden Wettbewerbsdruck im Maschinenbau gerecht wird. Neben funktionalen Anforderungen standen Bedienbarkeit, Reinigung und die visuelle Positionierung im Fokus.
Übertragung der Markenidentität auf Maschinen
Marke im Produkt erlebbar machen
Für den FP 18-1 haben wir die prägende Formensprache der Oystar Group gezielt auf die Maschinenverkleidung übertragen. Klare Linienführungen, definierte Kantenradien und proportionierte Flächenaufteilungen strukturieren die Anlage visuell. Wiederkehrende Gestaltungselemente wie horizontale Gliederungen und reduzierte Farbflächen sorgen für Konsistenz und machen die Marke direkt am Produkt erkennbar.
Gestaltung für Produktionsumgebungen
Hygiene als Designgrundlage
Beim FP 18-1 haben wir die Einhausung so gestaltet, dass glatte, geschlossene Flächen und reduzierte Fugenbereiche die Reinigung deutlich erleichtern. Übergänge wurden bewusst vereinfacht, um Produktreste und Ablagerungen zu vermeiden. Gleichzeitig sorgt die klare Trennung von Prozessraum und Bedienbereich dafür, dass sensible Befüllprozesse geschützt und sicher überwacht werden können.
Sichtbarkeit von Prozessen
Maximale Sicherheitm
Für den Tubenfüller haben wir großflächige Makrolon-Elemente gezielt in die Einhausung integriert, um zentrale Prozessbereiche sichtbar zu machen. So können Bediener*innen Füll- und Bewegungsabläufe nachvollziehen, ohne die Maschine zu öffnen. Gleichzeitig bleibt die Anlage vollständig geschlossen, wodurch Eingriffe in den laufenden Betrieb vermieden und sicherheitskritische Zonen klar abgegrenzt werden.
Robust und reinigungsfreundlich
Materialentscheidungen
Für die Einhausung haben wir Edelstahl für tragende und geschlossene Flächen sowie Makrolon für transparente Bereiche kombiniert. Edelstahl sorgt für eine robuste, korrosionsbeständige Oberfläche im täglichen Einsatz, während Makrolon gezielt Einblicke in den Prozess ermöglicht. Die Materialtrennung unterstützt sowohl die funktionale Nutzung als auch eine klare visuelle Gliederung der Anlage.
Designprozess & Nutzerorientierung
Strukturierte Gestaltung komplexer Anlagen
Diese Anlage haben wir konsequent aus Sicht der Nutzer*innen strukturiert und gestaltet. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich die komplexen technischen Abläufe visuell so ordnen lassen, dass Funktionen schnell erfassbar und eindeutig zuzuordnen sind. Dafür haben wir klare Flächenaufteilungen definiert, Funktionsbereiche voneinander abgegrenzt und eine ruhige, durchgängige Formensprache entwickelt, die Orientierung schafft.
Besonderes Augenmerk lag darauf, Bedien- und Servicebereiche im Design sichtbar zu machen, ohne sie explizit erklären zu müssen. Durch gezielte Proportionierung und Anordnung der Elemente entsteht eine intuitive Lesbarkeit der Anlage. Gleichzeitig haben wir darauf geachtet, dass die Gestaltung technische Anforderungen nicht überlagert, sondern unterstützt. So verbindet das Design funktionale Klarheit mit einer konsistenten, markenprägenden Erscheinung.
Einblicke in das Projekt
Gestaltungsdetails und Anwendung im Fokus
Die folgenden Abbildungen zeigen zentrale Aspekte des Tubenfüller-Designs – von der formalen Gestaltung bis hin zu funktionalen Details. Sichtbar werden sowohl die strukturelle Klarheit der Anlage als auch die Integration von Material, Transparenz und Zugänglichkeit im realen Einsatzkontext.
Ergebnis unserer Designarbeit
Zentrale Vorteile des Tubenfüller-Designs
Markenintegration
Die Gestaltung sorgt für eine klare visuelle Zuordnung zur Oystar Group und stärkt die Wiedererkennbarkeit im Markt.
Strukturierte Gestaltung
Die klare Gliederung der Einhausung ermöglicht es, Funktionsbereiche unmittelbar zu erfassen, und reduziert Such- und Fehlzeiten.
Vertrauensbildend
Die klare Einsehbarkeit relevanter Prozessbereiche ermöglicht eine schnelle visuelle Kontrolle und unterstützt die Qualitätssicherung.
Zugänglichkeit
Die Konstruktion ermöglicht einen direkten Zugang zu relevanten Bereichen und unterstützt effiziente Arbeitsabläufe.
Hygienegerecht
Die Gestaltung berücksichtigt branchenspezifische Anforderungen und unterstützt eine zuverlässige Reinigung im Betrieb
Produktsicherheit
Das Design trägt dazu bei, sichere Produktionsbedingungen zu gewährleisten und Risiken im Umgang zu minimieren.
Designentscheidungen im Detail verstehen
Häufige Fragen zum Tubenfüller
Jede Designentscheidung im Projekt FP 18-1 basiert auf klar definierten Anforderungen aus Technik, Nutzung und Marke. In den folgenden Fragen geben wir Einblick in zentrale Überlegungen und zeigen, wie wir gestalterische Lösungen entwickelt haben, die sowohl funktionale als auch wirtschaftliche Anforderungen erfüllen.
Tino Kalettka
Inhaber / Industrial Designer (MA)
Hans Simoleit
Berater / Dipl. Industriedesigner
Warum setzen wir auf große, transparente Flächen?
Die Entscheidung trafen wir, um zentrale Prozessschritte sichtbar zu machen, ohne in den laufenden Betrieb eingreifen zu müssen. Für Betreiber*innen bedeutet das: schnellere Kontrolle, weniger Stillstand und höhere Prozesssicherheit. Durch die gezielt eingesetzten, großflächigen Makrolon-Sichtfenster in der Einhausung können Bediener*innen die zentralen Füll- und Bewegungsprozesse direkt beobachten, ohne die Maschine öffnen zu müssen. Dadurch lassen sich Abläufe schneller verstehen und erklären, was die Einarbeitungszeit verkürzt und den Schulungsaufwand reduziert. Die Transparenz ist gezielt auf relevante Bereiche beschränkt, sodass Übersicht entsteht, ohne die Anlage visuell zu überladen.
Wie wurde die Maschine visuell vereinfacht?
Für diesen Tubenfüller haben wir die komplexe Maschinenstruktur in klar definierte Gehäusebereiche gegliedert. Die Einhausung besteht aus großflächigen, ruhigen Paneelen mit wenigen, gezielt gesetzten Trennlinien. Prozessraum, Bedienseite und Servicezugänge sind über ihre Position und Flächenaufteilung eindeutig erkennbar. Statt vieler kleiner Elemente haben wir durchgehende Flächen und klare Kanten eingesetzt, die die Anlage optisch beruhigen. Wiederkehrende horizontale Linien führen das Auge entlang der Maschine und unterstützen die Orientierung. So wird die technische Komplexität nicht kaschiert, sondern in eine nachvollziehbare, logisch aufgebaute Struktur übersetzt.
Welche Anforderungen prägten das Hygienedesign?
Hier haben wir die Einhausung mit großflächigen, durchgehenden Edelstahlpaneelen umgesetzt, um unnötige Stoßkanten und Spalten zu vermeiden. Verkleidungsteile wurden so ausgeführt, dass sie bündig aufeinander treffen und keine schwer zugänglichen Zwischenräume entstehen.
Übergänge zwischen Flächen sind bewusst einfach gehalten und ohne komplexe Geometrien gestaltet, sodass sie schnell abgewischt werden können. Relevante Bereiche lassen sich über die großen Türen direkt erreichen, wodurch Reinigungsschritte ohne Demontage möglich sind. So wird der Reinigungsaufwand reduziert und die Anlage schneller wieder einsatzbereit.
Warum fiel die Wahl auf Edelstahl und Makrolon?
Edelstahl wurde für alle beanspruchten und geschlossenen Flächen eingesetzt, da er robust, korrosionsbeständig und hygienisch ist. Makrolon ergänzt diese Eigenschaften durch Transparenz und Schlagfestigkeit. Die Kombination ermöglicht eine klare funktionale Trennung: stabile, geschützte Bereiche und gezielte Einblicke in den Prozess. Für Betreiber*innen entsteht so eine langlebige Lösung, die sowohl technisch als auch visuell den Anforderungen industrieller Anwendungen entspricht.
Welche Designentscheidungen erleichtern Wartung?
Wir haben Wartungsprozesse frühzeitig in die Gestaltung integriert. Groß dimensionierte Türen ermöglichen direkten Zugang zu allen relevanten Komponenten. Die klare Struktur der Anlage sorgt dafür, dass Servicepunkte schnell identifiziert werden können. Gleichzeitig reduzieren übersichtliche Innenräume den Zeitaufwand bei Eingriffen. Das Ergebnis sind kürzere Wartungszeiten, geringere Stillstandskosten und eine insgesamt effizientere Instandhaltung.
Was macht das Design besonders nutzerfreundlich?
Die Nutzerfreundlichkeit entsteht vor allem durch die klare Zuordnung von Bedien-, Prozess- und Servicebereichen. Die Bedienseite ist visuell ruhig gehalten und eindeutig von den technischen Abläufen im Inneren getrennt, sodass sich Nutzer*innen schnell orientieren können. Gleichzeitig ermöglichen die großen Sichtflächen, Prozesse direkt zu verfolgen, ohne eingreifen zu müssen.
Wartungsbereiche sind klar positioniert und direkt erreichbar, sodass wiederkehrende Aufgaben wie Nachfüllen, Kontrollieren oder Reinigen ohne zusätzliche Abstimmung durchgeführt werden können. Die Gestaltung unterstützt so reale Arbeitsabläufe und reduziert unnötige Handgriffe im täglichen Betrieb.
Welchen Mehrwert schafft das Design für Betreiber*innen?
Beim FP 18-1 haben wir den Mehrwert über konkrete Eingriffe in den Betriebsalltag geschaffen. Die klare Struktur der Einhausung ermöglicht eine schnelle visuelle Kontrolle der Prozesse im laufenden Betrieb, ohne Maschinenstillstand. Wartungs- und Reinigungsarbeiten lassen sich durch den direkten Zugang zu zentralen Komponenten deutlich schneller durchführen.
Gleichzeitig fungiert die Anlage durch die konsequente Integration des Corporate Designs als sichtbarer Teil der Markenstrategie im Produktionsumfeld. Betreiber*innen profitieren so von effizienteren Abläufen im Betrieb und einer stärkeren Differenzierung im Wettbewerb.